Wasserstoff als Energieträger der automobilen Zukunft

(Austrian Advanced Automotive Technology)
 
Contact:Nebojsa Nakicenovic
Project Team:Andreas Müller
 
Begin:
Mar 2005
Duration:
12 months
Status:
finished
 
Funding:
(BMVIT, Austrian Advanced Automotive Technology)
Consortium:TU-Wien, Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrzeugbau (Projektleiter)
TU-Wien, Institut für Elektr. Anlagen und Energiewirtschaft, AG Elektr. Antriebe
ÖAMTC
ECHEM K+
 
 

Das Projekt greift mittels eines interdisziplinären Ansatzes die Themenbereiche der Brennstoffzellen-Fahrzeug- entwicklung und Systemumgebung auf, die derzeit einem besonders schnellen Wandel unterliegen.

Im Detail bedeutet dies, dass ausgehend von der Erzeugung des Energieträgers Wasserstoff die ökonomischen, technischen und ökologischen Aspekte der möglichen Entwicklungspfade beleuchtet werden müssen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die ökologische Sinnhaftigkeit der gesamten Prozesskette "Energieträger H2" gelegt, die vor allem in Kombination mit der Gewinnung aus regenerativen Energien zu erheblichen Synergieeffekten führen kann. Zusätzlich werden strategische Vorteile wie Unabhängigkeit von abzusehenden Ressourcenknappheiten untersucht. Am anderen Ende der Technologiekette stehen neue Antriebe für den Individualverkehr. Deren Erfolg hängt einerseits vom rasch voranschreitenden technischen Entwicklungsstand und damit dem Abschneiden im Konkurrenzkampf mit den derzeitigen Konzepten und andererseits vom Zusammenspiel mit den genannten Wasserstoffverteilungs- und Gewinnungsstrategien ab. Insbesonders hinsichtlich Energiedichte und Kosten wurden in letzter Zeit enorme Fortschritte erzielt, die vor einigen Jahren noch nicht absehbar waren.

Um eine verbreitete Nutzung des Energieträgers Wasserstoff zu ermöglichen, ist selbstverständlich eine sichere und lückenlose Versorgung der Endverbraucher notwendig. Westliche Hightech Regionen unternehmen bereits erhebliche Anstrengungen, um das Ideal des abgasfreien und von Rohöl unabhängigen Individualverkehrs zu verwirklichen. Der Aufbau der benötigten Infrastruktur für die Versorgung kann dabei ebenso interessante Potenziale für die österreichische Zulieferindustrie bieten wie der Aufbau eines Netzwerks für die Produktion der Fahrzeuge mit H2-Antrieb.

Parallel zu den bisher genannten Aspekten muss eine Vernetzung von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im transatlantischen Verbund stattfinden, die den österreichischen Unternehmen den Zugang zu den neuesten Technologien und internationaler Expertise sichert, indem vorhandene Kontakte in Europa und den USA genutzt werden.

Ziel dieser Machbarkeitsstudie ist es, aus der Analyse der genannten Einflussgrößen aktuelle Empfehlungen für den Automobiltechnologiestandort Österreich in Zusammenhang mit Wasserstoff als Energieträger und Brennstoffzelle als Energiewandler zu geben sowie eine Plattform für belastbare internationale Kontakte bereitzustellen. Diese gezielten Maßnahmen sollen den österreichischen Zulieferern und Produzenten einen Vorteil im globalen Wettbewerb bringen.

 
last update: 2006-04-03

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