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TU-Wien

Rückblick Energiegespräche

„Das Mieterstrommodell als Speerspitze der demokratischen Revolution im Energiesystem?“

Die Einbindung von Photovoltaik in das Energiesystem ist nunmehr seit Jahren ein großes Thema in der Energiewirtschaft. Sind Photovoltaikanlagen auf Dächern von Einfamiliengebäuden rein technisch und rechtlich kein Problem, so sieht es auf Mehrfamilienwohngebäuden schon etwas komplizierter aus, wenn man den erzeugten Strom auch direkt vor Ort nutzen möchte. Durch Einschränkungen im ElWOG war es rechtlich bisher nur möglich den erzeugten Strom für den Allgmeinbedarf eines Hauses zu nutzen oder durch eigene Leitungen und Wechselrichter direkt einer Wohneinheit oder einem Mieter zuzuordnen. Durch die Novelle des ElWOG soll dies nun geändert werden um auch im urbanen Bereich den Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom zu erleichtern.

Bei den nächsten Energiegesprächen soll nun geklärt werden, welche Änderungen im ElWOG angedacht sind und wie weit diese Änderungen sinnvoll umzusetzen sind. Es stellt sich die Frage der Notwendigkeit auch im städtischen Bereich auf Eigenverbrauch zu setzen, wenn es auch Alternativen gäbe um die Mieter dazu zu bewegen sich an Photovoltaikanlagen zu beteiligen. Dabei wird diskutiert welche Vor- und Nachteile durch vermehrte Anreize für Eigenverbrauch im urbanen Gebiet entstehen und wer die Gewinner und wer die Verlierer dieser ElWOG Novelle sind. Zur Abrundung wagen wir auch einen Blick auf Deutschland, wo bereits erfolgreich Mieterstromprojekte umgesetzt wurden.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation & Einleitung: Reinhard Haas, EEG TU Wien

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"Die Stadt als Kraftwerk - kann die Selbstversorgung gelingen?"

Die Errichtung eines neuen Kraftwerkes in einer Stadt ist mitunter eine große Herausforderung. Dicht verbautes Gebiet mit einer Vielzahl an AnrainerInnen ist für viele Kraftwerkstypen von vorneherein ungeeignet. Um den stetig wachsenden Energiebedarf dennoch decken zu können, müssen daher vermehrt andere Wege eingeschlagen werden. Versorgungssicherheit spielt dabei klarerweise eine wichtige Rolle, aber mittlerweile sind Nachhaltigkeit sowie Technikakzeptanz ebenfalls mitentscheidend für Bau und Inbetriebnahme eines Kraftwerks.

Bei den nächsten Energiegesprächen sollen verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt werden, welche Energiequellen in einer Stadt genutzt werden können. Manche sind bereits vorhanden und müssen nur noch mit der richtigen Technologie „geerntet“ werden, bei anderen muss deutlich mehr Aufwand betrieben werden, um letztendlich auch wirtschaftlich Strom bzw. Wärme in sinnvollem Umfang verfügbar zu machen.

Dabei stellt sich dann auch die Frage, ob überhaupt ins Netz eingespeist werden soll bzw. muss, oder ob nicht lokale Lösungen, die in relativ kleinen Einheiten gut funktionieren, zwar das „Netz von morgen“ vor zusätzliche Herausforderungen stellen, aber insgesamt und langfristig zu mehr Demokratisierung der Energieversorgung führen.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation & Einleitung: Bernhard Schmidt, Technisches Museum Wien

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"Zukunft der Stromspeicher - Machen dezentrale Batteriespeicher zentrale Pumpspeicher obsolet?"

Dezentrale batteriegestützte Photovoltaikanlagen haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Auch wenn die Wirtschaftlichkeit dieser Speicher nicht immer gegeben ist, finden sie immer weitere Verbreitung, da der Verbrauch der Konsumenten teilweise vom Energieversorger entkoppelt werden kann.

Dienten diese Speicher anfangs nur dazu, den Eigenverbrauch der Anlagen zu erhöhen, sind praktisch auch andere Einsatzmöglichkeiten denkbar oder bereits umgesetzt. So können beispielsweise Systemdienstleistungen durch Bündelung dieser Speicher angeboten werden. Die Nutzung von multifunktionalen Batteriespeichern könnte in Zukunft bei weiterer Verbreitung aber auch zum Problem für zentrale Pumpspeicher werden, wenn diese dieselben Anwendungsbereiche bzw. Märkte bedienen können. Die zentrale Frage dieser Energiegespräche ist also: In welche Richtung werden sich die Einsatzmöglichkeiten der Speicher entwickeln und können bzw. werden in Zukunft dezentrale Batteriespeicher zentrale Pumpspeicher zum Ausgleich von Fluktuationen im Elektrizitätssystem ablösen bzw. diese obsolet machen?

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation & Einleitung: Reinhard Haas, EEG TU Wien
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"Ein Jahr Energieeffizienzgesetz - Erfahrungen und Ergebnisse"

Das Bundes-Energieeffizienzgesetz ist seit 1. Jänner 2015 in Kraft. Schon in der Vorbereitung der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie wurde dazu intensiv und auch kontroversiell diskutiert. Ziel des Bundes-Energieeffizienzgesetzes ist es, bis zum Jahr 2020 die Energieeffizienz um 20 Prozent zu verbessern und gleichzeitig damit auch die Versorgungssicherheit zu erhöhen, den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix zu steigern und eine Reduktion von Treibhausgasemissionen zu erreichen. Außerdem sollen damit positive Impulse für die Wirtschaft gesetzt werden.

Nach Ablauf der ersten Meldefristen für Unternehmen und Energieversorger soll nun an Hand der Erfahrungen aus der Praxis und der deutlich über den Erwartungen liegenden Ergebnisse eine Zwischenbilanz gezogen werden.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation & Einleitung: Herbert Lechner, Austrian Energy Agency

 

"Fernwärme - der Schlüssel zur Wärmewende oder Auslaufmodell?"

Die in Paris vereinbarten Klimaziele erfordern massive Reduktionen der CO2 Emissionen in der Wärmebereitstellung Österreichs bis zum Jahr 2050. Derzeit stellen fossile Energieträger nach wie vor mehr als 60% des Primärenergiebedarfs im Wärmesektor bereit. Der Ausbau erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung als auch substantielle Effizienzsteigerungen im Gebäudebestand sind daher unerlässlich zur Erreichung der gesteckten Klimaziele.

Zum einen können Wärmenetze eine solche Wärmewende auf verschiedene Art und Weise unterstützen. Sie ermöglichen eine effiziente Integration von emissionsarmen Wärmequellen wie etwa industrielle Abwärme oder Müllverbrennung, zum anderen können mit gezieltem Fahrplanmanagement Synergien zwischen Strom- und Wärmebereitstellung genutzt werden und damit die Integration von Erneuerbaren im gesamten Energiesystem erleichtern. Zum anderen stehen Wärmenetzbetreiber auch vor großen Herausforderungen, insbesondere aufgrund erhöhter Wärmegestehungskosten durch die geringen Einsatzzeiten und Erlöse der KWKs und aufgrund de s sinkenden spezifischen Energiebedarfs der Kunden begründet durch Gebäudesanierungen und effizienten Neubau sowie Klimaerwärmung.

Im Rahmen dieser Energiegespräche wird diskutiert, inwieweit Wärmenetze einen Beitrag zu einer Wärmewende in Österreich leisten können bzw. sollen und welche konkreten Schritte von Wärmenetzbetreibern aktuell in Richtung Emissionsreduktion gesetzt werden.


Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Lukas Kranzl, EEG TU Wien

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Unsere Ziele

Mit den Energiesprächen wird verfolgt:

  • den fachlichen Diskurs zu Energiethemen zu initiieren,
  • aktuelle Forschungsarbeiten im Energiebereich zu präsentieren
  • und eine Diskussionsplattform für Forschung und Wirtschaft zu etablieren.