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TU-Wien

Rückblick Energiegespräche

„Alles Strom? Das Energiesystem der Zukunft“

Kann Österreich komplett auf Kohle, Erdöl und Erdgas verzichten? Laut einer aktuellen Studie der Stanford Universität ist das möglich: Bis zum Jahr 2050 könnte das Land seine gesamte Energie aus Wasser, Wind und Sonne beziehen.

Bei der Produktion von Strom ist der Anteil der erneuerbaren Energien bereits heute hoch, langfristig ist der Ausstieg aus fossilen Energieträgern realistisch. Weniger positiv ist die Entwicklung bei Verkehr und Transport sowie bei Erzeugung von Wärme. Hier ist der Anteil der erneuerbaren Energien noch sehr gering und auch die Innovationen schreiten deutlich langsamer voran.

Kann es daher zielführend sein, das gesamte Energiesystem weiter zu elektrifizieren? Oder wird dies von selber passieren? Eine entsprechende Diskussion ist notwendig - in den „Energiegesprächen“ sollen einige Aspekte dazu aufgezeigt werden. Heute macht Strom 20 % im Energiemix aus. Ein höherer Anteil am energetischen Endverbrauch wird in Zukunft möglicherweise notwendig sein, vor allem aber ist er machbar. Dabei spielen Technologien aus Österreich eine besondere Rolle.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Herbert Lechner, Austrian Energy Agency

„Perspektiven der zukünftigen energetischen Nutzung der Biomasse“

Die Nutzung erneuerbarer Energieträger ist seit langer Zeit ein wichtiger Pfeiler in Österreichs Energieversorgung. Wenn man speziell den Bruttoinlandsverbrauch erneuerbarer Energieträger betrachtet, erkennt man die Wichtigkeit der Bioenergie. Neben der Wasserkraft stellt dies die größte Säule in Österreich dar, noch weit vor Photovoltaik, Wind und Geothermie.

Zwischen 2005 und 2012 hat es in Österreich einen beträchtlichen Anstieg der Biomassenutzung gegeben. Biogasanlagen für die Stromerzeugung, Biomassenutzung in Kraftwerken und Biofuels der ersten Generation waren wichtige neue Anwendungen wobei der Biomasseinsatz im Wärmemarkt dominiert. Erst danach folgen der Einsatz als Biotreibstoff und der Ökostromerzeugung aus Biomasse und Biogas. In den letzten Jahren ist die Biomasse allerdings vielfach in Kritik geraten. Hohe Kosten vor allem der Biogasanlagen und der festen Biomasse in Kraftwerken und Akzeptanzprobleme bei der Biofuelerzeugung waren die wichtigsten Diskussionspunkte. Wie die weitere Zukunft der Biomassenutzung gestaltet werden kann, soll bei diesen Energiegesprächen erörtert werden.

 

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation & Einleitung: Lukas Kranzl, EEG TU Wien
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„Das Mieterstrommodell als Speerspitze der demokratischen Revolution im Energiesystem?“

Die Einbindung von Photovoltaik in das Energiesystem ist nunmehr seit Jahren ein großes Thema in der Energiewirtschaft. Sind Photovoltaikanlagen auf Dächern von Einfamiliengebäuden rein technisch und rechtlich kein Problem, so sieht es auf Mehrfamilienwohngebäuden schon etwas komplizierter aus, wenn man den erzeugten Strom auch direkt vor Ort nutzen möchte. Durch Einschränkungen im ElWOG war es rechtlich bisher nur möglich den erzeugten Strom für den Allgmeinbedarf eines Hauses zu nutzen oder durch eigene Leitungen und Wechselrichter direkt einer Wohneinheit oder einem Mieter zuzuordnen. Durch die Novelle des ElWOG soll dies nun geändert werden um auch im urbanen Bereich den Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom zu erleichtern.

Bei den nächsten Energiegesprächen soll nun geklärt werden, welche Änderungen im ElWOG angedacht sind und wie weit diese Änderungen sinnvoll umzusetzen sind. Es stellt sich die Frage der Notwendigkeit auch im städtischen Bereich auf Eigenverbrauch zu setzen, wenn es auch Alternativen gäbe um die Mieter dazu zu bewegen sich an Photovoltaikanlagen zu beteiligen. Dabei wird diskutiert welche Vor- und Nachteile durch vermehrte Anreize für Eigenverbrauch im urbanen Gebiet entstehen und wer die Gewinner und wer die Verlierer dieser ElWOG Novelle sind. Zur Abrundung wagen wir auch einen Blick auf Deutschland, wo bereits erfolgreich Mieterstromprojekte umgesetzt wurden.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation & Einleitung: Reinhard Haas, EEG TU Wien

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"Die Stadt als Kraftwerk - kann die Selbstversorgung gelingen?"

Die Errichtung eines neuen Kraftwerkes in einer Stadt ist mitunter eine große Herausforderung. Dicht verbautes Gebiet mit einer Vielzahl an AnrainerInnen ist für viele Kraftwerkstypen von vorneherein ungeeignet. Um den stetig wachsenden Energiebedarf dennoch decken zu können, müssen daher vermehrt andere Wege eingeschlagen werden. Versorgungssicherheit spielt dabei klarerweise eine wichtige Rolle, aber mittlerweile sind Nachhaltigkeit sowie Technikakzeptanz ebenfalls mitentscheidend für Bau und Inbetriebnahme eines Kraftwerks.

Bei den nächsten Energiegesprächen sollen verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt werden, welche Energiequellen in einer Stadt genutzt werden können. Manche sind bereits vorhanden und müssen nur noch mit der richtigen Technologie „geerntet“ werden, bei anderen muss deutlich mehr Aufwand betrieben werden, um letztendlich auch wirtschaftlich Strom bzw. Wärme in sinnvollem Umfang verfügbar zu machen.

Dabei stellt sich dann auch die Frage, ob überhaupt ins Netz eingespeist werden soll bzw. muss, oder ob nicht lokale Lösungen, die in relativ kleinen Einheiten gut funktionieren, zwar das „Netz von morgen“ vor zusätzliche Herausforderungen stellen, aber insgesamt und langfristig zu mehr Demokratisierung der Energieversorgung führen.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation & Einleitung: Bernhard Schmidt, Technisches Museum Wien

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"Zukunft der Stromspeicher - Machen dezentrale Batteriespeicher zentrale Pumpspeicher obsolet?"

Dezentrale batteriegestützte Photovoltaikanlagen haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Auch wenn die Wirtschaftlichkeit dieser Speicher nicht immer gegeben ist, finden sie immer weitere Verbreitung, da der Verbrauch der Konsumenten teilweise vom Energieversorger entkoppelt werden kann.

Dienten diese Speicher anfangs nur dazu, den Eigenverbrauch der Anlagen zu erhöhen, sind praktisch auch andere Einsatzmöglichkeiten denkbar oder bereits umgesetzt. So können beispielsweise Systemdienstleistungen durch Bündelung dieser Speicher angeboten werden. Die Nutzung von multifunktionalen Batteriespeichern könnte in Zukunft bei weiterer Verbreitung aber auch zum Problem für zentrale Pumpspeicher werden, wenn diese dieselben Anwendungsbereiche bzw. Märkte bedienen können. Die zentrale Frage dieser Energiegespräche ist also: In welche Richtung werden sich die Einsatzmöglichkeiten der Speicher entwickeln und können bzw. werden in Zukunft dezentrale Batteriespeicher zentrale Pumpspeicher zum Ausgleich von Fluktuationen im Elektrizitätssystem ablösen bzw. diese obsolet machen?

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation & Einleitung: Reinhard Haas, EEG TU Wien
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Unsere Ziele

Mit den Energiesprächen wird verfolgt:

  • den fachlichen Diskurs zu Energiethemen zu initiieren,
  • aktuelle Forschungsarbeiten im Energiebereich zu präsentieren
  • und eine Diskussionsplattform für Forschung und Wirtschaft zu etablieren.