Energiegespräche

Die Zukunft der europäischen Gasversorgung

Technisches Museum Wien
Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien

  • 18.9.2007 20:30
  • Technisches Museum Wien

Als die GAZPROM die Lieferungen an die Ukraine einstellte, führte dies zu einer nachhaltigen Schädigung der Beziehungen zu Europa und beeinträchtigt eine jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die GAZPROM riskiert damit ihre Reputation, ein zuverlässiger Energielieferant zu sein. Seitdem besteht die Gefahr, dass Energielieferungen zunehmend als politische Waffe eingesetzt werden.
2006 lieferte Russland rund 150 Mrd. m3 Erdgas nach West- und Mitteleuropa. Da viele neue Kraftwerke in Europa auf Erdgas basieren, prognostiziert die Internationale Energieagentur einen stark steigenden Bedarf. Bis 2030 soll der Gasverbrauch der Europäischen Union von derzeit ca. 540 Mrd. m3 auf ca. 720 Mrd. m3 steigen. Von Russland abgesehen, liegen die bedeutendsten Gasfelder im Gebiet des Persischen Golfs sowie im Kaspischen Becken. Um sich vom weltgrößten Gasversorger Russland diversifizieren zu können, versuchen europäische Gasversorger vermehrt, andere Bezugsquellen zu erschließen. Darüber hinaus stellt man sich in Europa immer häufiger die Frage, ob Erdgas eine Brückenfunktion zu Erneuerbaren übernehmen kann.
Wie die Gas-Infrastruktur heute aussieht, wie diese Infrastruktur in Zukunft für Erneuerbare genutz werden kann, und wie mit der neuen Bedrohung umgegangen wird, ist das Thema dieser Veranstaltung.

Wolfgang Ernst (
OMV
)

 

Gerhard Mangott (
Institut für Politikwissenschaft, Universität Innsbruck, Forschungsbereich Osteuropa und internationale Beziehungen
)

Herbert Lechner (
Österreichische Energieagentur
)

Moderation:

Martin Kugler, Die Presse