Energiegespräche

Fernwärme - der Schlüssel zur Wärmewende oder Auslaufmodell?

Technisches Museum Wien
Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien

  • 1.3.2016 19:30
  • Technisches Museum Wien

Die in Paris vereinbarten Klimaziele erfordern massive Reduktionen der CO2 Emissionen in der Wärmebereitstellung Österreichs bis zum Jahr 2050. Derzeit stellen fossile Energieträger nach wie vor mehr als 60% des Primärenergiebedarfs im Wärmesektor bereit. Der Ausbau erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung als auch substantielle Effizienzsteigerungen im Gebäudebestand sind daher unerlässlich zur Erreichung der gesteckten Klimaziele.

Zum einen können Wärmenetze eine solche Wärmewende auf verschiedene Art und Weise unterstützen. Sie ermöglichen eine effiziente Integration von emissionsarmen Wärmequellen wie etwa industrielle Abwärme oder Müllverbrennung, zum anderen können mit gezieltem Fahrplanmanagement Synergien zwischen Strom- und Wärmebereitstellung genutzt werden und damit die Integration von Erneuerbaren im gesamten Energiesystem erleichtern. Zum anderen stehen Wärmenetzbetreiber auch vor großen Herausforderungen, insbesondere aufgrund erhöhter Wärmegestehungskosten durch die geringen Einsatzzeiten und Erlöse der KWKs und aufgrund de s sinkenden spezifischen Energiebedarfs der Kunden begründet durch Gebäudesanierungen und effizienten Neubau sowie Klimaerwärmung.

Im Rahmen dieser Energiegespräche wird diskutiert, inwieweit Wärmenetze einen Beitrag zu einer Wärmewende in Österreich leisten können bzw. sollen und welche konkreten Schritte von Wärmenetzbetreibern aktuell in Richtung Emissionsreduktion gesetzt werden.


Mit Beiträgen von:

  • Michael Hartner, EEG TU Wien
    „Perspektiven für effiziente Fernwärme und KWK in Österreich“
  • Aarno Rapottnig, Wien Energie GmbH
    „Innovative Wege der Wärmeversorgung in Wien“
  • Werner Prutsch, Umweltamt der Stadt Graz
    Die Zukunft der Fernwärme in Graz“

 

Moderation: Lukas Kranzl, EEG TU Wien