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TU-Wien

Rückblick Energiegespräche

„Wasserstoff: Durchbruch nach 150 Jahren?“

„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft“, schrieb Jules Vernes, weltbekannter Autor und Mitbegründer der Science-Fiction-Literatur, bereits 1870. Das war visionär, denn tatsächlich spielt Wasserstoff heute auf dem Weg in eine fossilfreie Zukunft eine Schlüsselrolle. Dieses kleinste aller Atome ist nicht nur Hoffnungsträger für die Dekarbonisierung in der Industrie, sondern auch in der Mobilität eine Option. Außerdem wird Wasserstoff auch als Lösung gesehen, um Energieüberschüsse vom Sommer in den Winter zu verschieben.
Das Potenzial von Wasserstoff ist seit langer Zeit unbestritten, dennoch sind viele Fragen offen: Wie kann Wasserstoff zukünftig nachhaltig hergestellt werden und woher kommt er? Wie verteilt man ihn, braucht man eine eigene Wasserstoffinfrastruktur? Und wo setzt man Wasserstoff am sinnvollsten ein, wenn in Zukunft die Nachfrage das Angebot übersteigen wird?

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Herbert Lechner,Österreichische Energieagentur

„Energie und Industrie 4.0 - wie verträgt sich das?“

Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ sind mehrere Lösungsansätze für eine in erster Linie effizientere Zukunft zusammengefasst. Smart Factory, Big Data, Internet of Things – vor allem aber Digitalisierung und Vernetzung stehen im Vordergrund und sollen etwa Produktionsabläufe vereinfachen, beschleunigen oder sogar erst ermöglichen.
Wie bei jeder Industriellen Revolution spielt die Energieversorgung eine tragende Rolle. Fossile Brennstoffe prägten die erste derartige Umwälzung Ende des 18. Jahrhunderts – und den Beginn des Maschinenzeitalters. Nach Industrialisierung bzw. Elektrisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Automatisierung in den 1970er-Jahren folgt nun der nächste Schritt, die weitgehende Autonomisierung. Es gibt nun vielfältige Möglichkeiten, Produktionsabläufe zu gestalten und zu „optimieren“. Dadurch entstehen aber auch Herausforderungen für die Kraftwerke und Netze, welche die notwendige Energie bereitstellen. Lässt sich das Mehr an (intelligenten) Maschinen energietechnisch und wirtschaftlich sinnvoll stemmen?

Mit Beiträgen von:

  • Markus Hummel, Oxford Energy
    „Reale Optimierungsmöglichkeiten durch Digitalisierung in der Energiewirtschaft“

 

Moderation: Franziska Aujesky, Wirtschaftskammer Wien

„Saisonale Speicher - Wie bringen wir den Sommer in den Winter“

Schon unsere Vorfahren entwickelten Technologien, um die reiche Ernte des Sommers auch in den dunklen und kalten Wintermonaten konsumieren zu können – eine Grundvoraussetzung für die Besiedelung unserer Region. Ähnlich ist es heute mit der Energie: Das Angebot der erneuerbaren Energieträger kann den Energiebedarf zwar im Sommer in Zukunft decken und sogar Überschüsse produzieren. Im Winter – wo noch dazu der Verbrauch höher ist – geht das mit wettbewerbsfähigen Kosten allerdings noch nicht.
Österreich wird das Energiesystem weiter dekarbonisieren, also von fossilen auf erneuerbare Energien umsteigen. Bis 2030 soll der Strom in Österreich zu 100 % aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt werden (bilanziell). Wenn wir das schaffen wollen, kommen wir um die effiziente und effektive Einbindung von großen Speichern nicht herum. Denn alleine im Stromsystem werden in Zukunft sehr große Mengen des Energieangebots vom Sommer in den Winter verschoben werden müssen. Aber auch der Bereich der Wärmebereitstellung ist von Bedeutung, da auch beim Heizen nicht einfach nur auf „Stromlösungen“ zurückgegriffen werden kann, wenn die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie erreicht werden sollen.
Daher stellen sich die Fragen: Welche Speicher und Technologien stehen uns zur Verfügung? Wie sehen die Systemlösungen aus? Welche Speicherkapazitäten brauchen wir?

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Klaus Kraigher, Österreichische Energieagentur

„Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie in Österreich – wie können die österreichischen Energie- und Klimaziele erreicht werden?“

Zur Erreichung der gesteckten Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie sind technische und gesellschaftliche Innovation ebenso erforderlich, wie die rasche Marktdiffusion bereits etablierter Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie. Ein konsequentes Monitoring der nationalen Energieforschung und der Marktentwicklung Erneuerbarer ermöglicht eine faktenbasierte Diskussion von bestehenden Wirkungsmechanismen und erforderlichen Maßnahmen in der Zukunft. In diesen Energiegesprächen werden die Energieforschungsausgaben sowie die Marktentwicklung der Technologien Bioenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft im Jahr 2017 präsentiert und die Frage diskutiert, wie die nationalen Energie- und Klimaziele erreicht werden können.

Mit Beiträgen von:

  • Sabine Mitter, BMVIT
    Einleitungsstatement: Intention des Monitorings von Energietechnologien"
  • Podiumsdiskussion mit Einbindung des Publikums
    „Wie können die österreichischen Energie- und Klimaziele erreicht werden?

 

Moderation: Herbert Lechner, Österreichische Energieagentur

„Wärmewende: Null Emissionen in Österreich & Europa? In memoriam Raphael Bointner“

Wenn man von erneuerbarer Energie, Energieeffizenz und CO2 Einsparungen spricht, dann denkt man oft in erster Linie an den Stromsektor. Aber auch im Wärmebereich, der einen Großteil des Nutzenergiebedarfs in der europäischen Union ausmacht und großteils noch fossil dominiert ist, muss eine „Wärmewende“ forciert werden damit die gesetzten Klimaziele erreicht werden können. Dazu wurden auf europäischer Ebene verschiedene Richtlinien verabschiedet, die sich dem Thema Energieeffizienz und im speziellen auch dem Gebäudesektor widmen. Darin werden für Neubau, ebenso wie für die Sanierung von Bestandsgebäuden, Mindestanforderungen an die thermische Qualität definiert.

Um die Dekarbonisierung des Gebäudesektors voranzutreiben, benötigt es neben neuesten architektonische Konzepten und ambitionierter Sanierungsfahrpläne für den Gebäudebestand auch die effiziente Einbindung von erneuerbaren Energien zum Heizen und Kühlen der Gebäude. Wie die Strategie auf europäischer Ebene aussieht und wie eine solche Wärmewende bis 2050 auch in Österreich umgesetzt werden könnte, wird in den nächsten Energiegesprächen thematisiert. Diese Energiegespräche stehen im Zeichen unseres leider viel zu früh verstorbenen Kollegen Raphael Bointner, der sich ebenfalls leidenschaftlich mit diesen Themen auseinandergesetzt hat.

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Reinhard Haas, EEG TU Wien

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Unsere Ziele

Mit den Energiesprächen wird verfolgt:

  • den fachlichen Diskurs zu Energiethemen zu initiieren,
  • aktuelle Forschungsarbeiten im Energiebereich zu präsentieren
  • und eine Diskussionsplattform für Forschung und Wirtschaft zu etablieren.