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TU-Wien

Rückblick Energiegespräche

„Saisonale Speicher - Wie bringen wir den Sommer in den Winter“

Schon unsere Vorfahren entwickelten Technologien, um die reiche Ernte des Sommers auch in den dunklen und kalten Wintermonaten konsumieren zu können – eine Grundvoraussetzung für die Besiedelung unserer Region. Ähnlich ist es heute mit der Energie: Das Angebot der erneuerbaren Energieträger kann den Energiebedarf zwar im Sommer in Zukunft decken und sogar Überschüsse produzieren. Im Winter – wo noch dazu der Verbrauch höher ist – geht das mit wettbewerbsfähigen Kosten allerdings noch nicht.
Österreich wird das Energiesystem weiter dekarbonisieren, also von fossilen auf erneuerbare Energien umsteigen. Bis 2030 soll der Strom in Österreich zu 100 % aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt werden (bilanziell). Wenn wir das schaffen wollen, kommen wir um die effiziente und effektive Einbindung von großen Speichern nicht herum. Denn alleine im Stromsystem werden in Zukunft sehr große Mengen des Energieangebots vom Sommer in den Winter verschoben werden müssen. Aber auch der Bereich der Wärmebereitstellung ist von Bedeutung, da auch beim Heizen nicht einfach nur auf „Stromlösungen“ zurückgegriffen werden kann, wenn die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie erreicht werden sollen.
Daher stellen sich die Fragen: Welche Speicher und Technologien stehen uns zur Verfügung? Wie sehen die Systemlösungen aus? Welche Speicherkapazitäten brauchen wir?

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Klaus Kraigher, Österreichische Energieagentur

„Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie in Österreich – wie können die österreichischen Energie- und Klimaziele erreicht werden?“

Zur Erreichung der gesteckten Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie sind technische und gesellschaftliche Innovation ebenso erforderlich, wie die rasche Marktdiffusion bereits etablierter Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie. Ein konsequentes Monitoring der nationalen Energieforschung und der Marktentwicklung Erneuerbarer ermöglicht eine faktenbasierte Diskussion von bestehenden Wirkungsmechanismen und erforderlichen Maßnahmen in der Zukunft. In diesen Energiegesprächen werden die Energieforschungsausgaben sowie die Marktentwicklung der Technologien Bioenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft im Jahr 2017 präsentiert und die Frage diskutiert, wie die nationalen Energie- und Klimaziele erreicht werden können.

Mit Beiträgen von:

  • Sabine Mitter, BMVIT
    Einleitungsstatement: Intention des Monitorings von Energietechnologien"
  • Podiumsdiskussion mit Einbindung des Publikums
    „Wie können die österreichischen Energie- und Klimaziele erreicht werden?

 

Moderation: Herbert Lechner, Österreichische Energieagentur

„Wärmewende: Null Emissionen in Österreich & Europa? In memoriam Raphael Bointner“

Wenn man von erneuerbarer Energie, Energieeffizenz und CO2 Einsparungen spricht, dann denkt man oft in erster Linie an den Stromsektor. Aber auch im Wärmebereich, der einen Großteil des Nutzenergiebedarfs in der europäischen Union ausmacht und großteils noch fossil dominiert ist, muss eine „Wärmewende“ forciert werden damit die gesetzten Klimaziele erreicht werden können. Dazu wurden auf europäischer Ebene verschiedene Richtlinien verabschiedet, die sich dem Thema Energieeffizienz und im speziellen auch dem Gebäudesektor widmen. Darin werden für Neubau, ebenso wie für die Sanierung von Bestandsgebäuden, Mindestanforderungen an die thermische Qualität definiert.

Um die Dekarbonisierung des Gebäudesektors voranzutreiben, benötigt es neben neuesten architektonische Konzepten und ambitionierter Sanierungsfahrpläne für den Gebäudebestand auch die effiziente Einbindung von erneuerbaren Energien zum Heizen und Kühlen der Gebäude. Wie die Strategie auf europäischer Ebene aussieht und wie eine solche Wärmewende bis 2050 auch in Österreich umgesetzt werden könnte, wird in den nächsten Energiegesprächen thematisiert. Diese Energiegespräche stehen im Zeichen unseres leider viel zu früh verstorbenen Kollegen Raphael Bointner, der sich ebenfalls leidenschaftlich mit diesen Themen auseinandergesetzt hat.

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Reinhard Haas, EEG TU Wien

„Förderung für Erneuerbare Energie in Österreich - Auktionen für mehr Effizienz?“

Österreich hat sich dem Ausbau Erneuerbarer Energien verschrieben, um einen Beitrag zu den EU-weit gesteckten Klimazielen zu leisten. Um diese Ziele zu erreichen, wurden bisher Fördersysteme implementiert die einheitlich für alle Betreiber gelten. Aktuell ist das Ziel der Reise, sowie der zukünftige Weg der beschritten werden soll offen: Welche Dimensionen ein weiterer Ausbau haben soll und wie genau er erzielt wird, wird sich erst im Rahmen der großen Ökostromgesetzesnovelle entscheiden.

EU-weit soll die Förderung Erneuerbarer zukünftig im Rahmen von Ausschreibungen vergeben werden. Der Gedanke dahinter ist primär eine Steigerung der Effizienz und die Senkung der Förderkosten. Bisher erzielten Auktionen in verschiedenen Europäischen Ländern beispiellos niedrige Fördertarife, insbesondere im Vergleich zu den vorherigen Einspeiseprämien und -tarifen. Auktionen wurden jedoch keinesfalls nur positiv aufgenommen – u.a. wird befürchtet, dass kleinere Akteure in diesem System auf Dauer nicht kompetitiv sein können und es in der Folge zu einer Konzentration einiger weniger Anbieter kommen wird.

In den nächsten Energiegesprächen wird über genau dieses Thema diskutiert. Nach einer allgemeinen Einführung, die das Thema Auktionen, ihre Ziele, Ausgestaltungsmöglichkeiten sowie Nachteile und Grenzen genauer beleuchtet, wird insbesondere in Hinblick auf Österreich darüber diskutiert, ob und inwieweit die Einführung eines solchen Fördersystems hierzulande sinnvoll sein könnte.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Heinz Kaupa, ehm. APG

„Alles Strom? Das Energiesystem der Zukunft“

Kann Österreich komplett auf Kohle, Erdöl und Erdgas verzichten? Laut einer aktuellen Studie der Stanford Universität ist das möglich: Bis zum Jahr 2050 könnte das Land seine gesamte Energie aus Wasser, Wind und Sonne beziehen.

Bei der Produktion von Strom ist der Anteil der erneuerbaren Energien bereits heute hoch, langfristig ist der Ausstieg aus fossilen Energieträgern realistisch. Weniger positiv ist die Entwicklung bei Verkehr und Transport sowie bei Erzeugung von Wärme. Hier ist der Anteil der erneuerbaren Energien noch sehr gering und auch die Innovationen schreiten deutlich langsamer voran.

Kann es daher zielführend sein, das gesamte Energiesystem weiter zu elektrifizieren? Oder wird dies von selber passieren? Eine entsprechende Diskussion ist notwendig - in den „Energiegesprächen“ sollen einige Aspekte dazu aufgezeigt werden. Heute macht Strom 20 % im Energiemix aus. Ein höherer Anteil am energetischen Endverbrauch wird in Zukunft möglicherweise notwendig sein, vor allem aber ist er machbar. Dabei spielen Technologien aus Österreich eine besondere Rolle.

 

Mit Beiträgen von:

 

Moderation: Herbert Lechner, Austrian Energy Agency

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Unsere Ziele

Mit den Energiesprächen wird verfolgt:

  • den fachlichen Diskurs zu Energiethemen zu initiieren,
  • aktuelle Forschungsarbeiten im Energiebereich zu präsentieren
  • und eine Diskussionsplattform für Forschung und Wirtschaft zu etablieren.